Nachwuchs-Camp (U14)

„Talente gewinnen“ ist eines der drei Leitmotive, die im neuen Leistungssport-Strukturplan der Leichtathletik Baden-Württemberg den Nachwuchsbereich strukturieren. Neben der Sichtung und der Förderung durch Stützpunkt- und Lehrgangsmaßnahmen gehören gemeinsame Lager und Wettkämpfe zu den Maßnahmen, die Jugendliche für ihren Sport und ihren Verband einnehmen und – hoffentlich – auch dauerhaft „gewinnen“. Die gute personelle Ausstattung im Nachwuchsbereich erlaubt es uns seit 2016, mit dem U14-Nachwuchs-Camp in Steinbach das Spektrum um ein weiteres Angebot zu vergrößern. Das U14-Nachwuchs-Camp ist offen ausgeschrieben und setzt nur Interesse am Wettkampfsport voraus.

 

2020: Eigenartig, aber irgendwie trotzdem cool

Eigenartig waren sie schon, die beiden U14-Nachwuchs-Camps Anfang August an den Sportschulen Steinbach und Albstadt

Mit Maske durch die Gänge und zum Essen schleichen, Aufteilung in zwei 20er-Gruppen, inklusive der Betreuer, mit getrenntem Training und immer wieder „Abstand halten“, kein Schwimmbad. Doch trotzdem war es für die jeweils 32 Kinder auch cool, mal wieder was gemeinsam außerhalb des Vereins zu machen. Zum ersten Mal seit Ausbruch der Pandemie ...

Von den Camp-Leitern Volker Zahn bzw. Christian Hummel auf das richtige Verhalten „geimpft“, ging es dann mit Training im Stationenbetrieb los. Bei einem Koordinationsparcours konnten die Gruppen den Wochenwettkampf angehen. Kennenlernspiele ebneten das Miteinander für die Woche. Und damit wenigstens die Sonne kein Unheil in Bezug auf Krankheitssymptome, wie Kopfweh oder Fieber, anrichten konnte, gab’s erst mal für jeden ein Cap aus dem Fundus der VR-Talentiade.

Solchermaßen ausgerüstet wurde auch an allen weiteren Tagen der Camp-Woche immer vormittags fleißig trainiert. Alle Disziplinen der Leichtathletik wurden altersgerecht vermittelt. Nachmittags standen dann alternative Einheiten auf dem Programm. Beim Alternativprogramm mit  Trampolin und Ringeturnen, Badminton oder Tischtennis zeigten sich zum Teil erstaunliche Fähigkeiten. Bei der Stadion-Rallye oder dem Selfie-Orientierungslauf auf dem Albstädter Kornberg zeigte sich auch mal erstaunliche Disorientierung ;-)

Ein Team-Mehrkampf mit Disziplinen, wie Rückwärtslaufen, Zielwerfen, Weitsprung, Diskusrollen und Biathlonstaffel rundete den Vergleich der jeweils vier Gruppen ab. Und wie schon zuvor bei den Spielturnieren oder „Schlag den Coach“ ging es stimmungsmäßig noch mal richtig ab.

Es war ungewohnt und oft nicht so spontan und doch eine schöne Erfahrung für die jungen Athleten, die sie hoffentlich durch die schwierigen Zeiten hindurch motiviert, ihrem Sport treu zu bleiben.

Ein herzliches Dankeschön geht an die Teams der beiden Sportschulen, die mit viel Einsatz diese Woche ermöglicht haben. Und natürlich an die beiden Betreuerteams mit Carolin Streipart, Sina Spancken, Nele Neumann, Johannes Lohrer und Felix Frühn in Steinbach sowie Alina Henke, Janina Ruf, Elisa Lechleitner, Michael Beck und Thorsten Frey in Albstadt, die die Kids bei Laune und auf Trab gehalten haben.

 

2019: U14-Nachwuchscamps wieder ein voller Erfolg

U14-Nachwuchscamps – das heißt viele motivierte Nachwuchsathleten, viel Bewegung und viel Spaß. Bereits zum vierten Mal fand das Nachwuchscamp der Leichtathletik Baden-Württemberg an der Sportschule Steinbach statt, zum zweiten Mal – um drei Tage versetzt – an der Landessportschule Albstadt. Insgesamt 62 Schülerinnen und Schüler hatten sich für das Camp angemeldet und machten dabei vor den Verbandsgrenzen nicht halt: Von Grenzach bis nach Lauda, von Mannheim bis nach Ulm reisten die Kinder nach Steinbach an. In Albstadt trafen sich Athleten vom Hohenlohischen bis zum badischen Teil des Bodensees und bis ins Allgäu rüber.

 Am Anreisetag ging es nach einer kurzen Besprechung schon an die erste Trainingseinheit. Koordinationsparcours und ein vielseitiges Training in allen Bereichen (Wurf, Sprint, Sprung) stand an, was sich an allen Vormittagen fortsetzte. Nachmittags war das Programm jeweils mit Spiel und Spaß bestückt. Beispielsweise mit einem kleinen Sprungcup, Turnieren im Hockey, Wasserball oder Beach-Volleyball oder frei wählbaren Stationen mit Badminton, Tischtennis und Slackline. In Albstadt verlangte die Kletterhalle den Athleten einiges ab.

Gegen Abend wurde in Steinbach der Gang ins angrenzende Freibad ausgiebig genutzt, wo sich sowohl Athleten als auch die Trainer endlich abkühlen konnten.

Das Abendprogramm war geprägt von Spielen, Tischfussball, einem Filmabend (Fast Girls) und einem sportlichen Abschlussabend, bei dem die Athleten gegen die Trainer Athleten angetreten sind.

Am Abschlusstag gab es jeweils einen ein kleinen Team-Wettkampf mit Disziplinen wie Stabweitsprung, Diskusrollen, Hammerwurf mit dem Schleuderball, Speerzielwerfen und dem 20-Meter-Sprint, bei dem alle Mannschaften, die am Anfang der Woche zusammengestellt wurden, nochmals Punkte für ihr Team sammeln konnten.

Bestens betreut wurden die beiden Nachwuchscamps von den Teams der beiden Sportschulen. Es blieben keine Wünsche offen, und an dieser Stelle gilt ein großes Dankeschön an die zuständigen Sportlehrer, sowie dem Team der Gastronomie und allen Hausmeistern. Ein großer Dank gilt auch den betreuenden, zum Großteil ehrenamtlichen Trainerinnen und Trainern, die die Durchführung eines solchen Camps erst möglich machen. In Steinbach waren das neben Volker Zahn und Carolin Streipart Sina Spanken (LG Region Karlsruhe), Jonas Kunstein (MTG Mannheim) und Anastasia Vogel (LG Offenburg). In Albstadt unterstützten Julia Schröder (LAV Stadtwerke Tübingen) und WLV-Jugendwettkampfwart Johannes Lohrer die beiden Landestrainer Jennifer Hartmann und Christian Hummel.

Müde, aber voller neuer Eindrücke und Bekanntschaften verließen die jungen Leichtathletik-Fans nach einem letzten Mittagessen die Sportschulen. Ein paar tolle Tage sind zu Ende, und wir freuen uns schon auf die Neuauflage 2020.

 

Volker Zahn & Christian Hummel