U18-EM Rieti Tag 3 | Triple-Gold für Team BW
Fulminanter Zielsprint von Franziska Gräter
Die erst 15-jährige Franziska Gräter von der TSG Schwäbisch Hall hatte bereits im Vorlauf über die 2.000 Meter Hindernis ihre Qualitäten auf der Schlussrunde unter Beweis gestellt. Dies gelang ihr auch im Finale eindrucksvoll. Bis 400 Meter vor dem Ziel war das Feld noch eng beisammen. Dann wurde das Tempo verschärft und auch Gräter konnte mitgehen. Bis zur Zielgerade behauptete sie sich in den Top drei, dann lieferte sie sich nach dem letzten Hindernis ein packendes Duell mit Lucie Cawley aus Irland. Auf den letzten Metern hatte Gräter das bessere Ende für sich und krönte sich in neuer persönlicher Bestleistung von 6:36,03 Minuten zur U18-Europameisterin.
Clésio de Carvalho zeigt Nervenstärke
Clésio de Carvalho (LG Steinlach-Zollern) ließ in der Qualifikation für das Kugelstoß-Finale keine Zweifel aufkommen. Bereits im ersten Versuch überbot er die geforderten 18,80 Meter mit einem Stoß auf 19,64 Meter. Sein Teamkollege Paul Fleischer (MTG Mannheim) verbuchte zunächst zwei ungültige Versuche. Im dritten Versuch ging die weiße Fahne nach oben, doch 15,82 Meter reichten nicht für den Finaleinzug.
Im Finale am Abend lag Clésio de Carvalho nach drei Versuchen auf Bronzekurs. Im vierten Versuch konnte er sich dann auf 19,78 Meter steigern und übernahm die Spitze. Einen noch weiteren Stoß über die 20 Meter im fünften Versuch konnte er nicht halten und er fiel zunächst auf den Silberrang zurück. Im sechsten und letzten Versuch zeigte er dann aber Nervenstärke: Er beförderte die Kugel auf starke 20,15 Meter, übernahm damit die Führung und jubelte wenig später über den verdienten Titel.
Teresie Hess schrammt knapp am Podest vorbei
Wie schon in der Weitsprung-Qualifikation am Freitag zeigte sich Teresie Hess (SG Schorndorf 1846) auf den Punkt topfit. Die 17-Jährige sprang nach einem schwächeren ersten Versuch im zweiten Durchgang auf 6,17 Meter – der zweitweiteste Versuch ihrer Karriere, nach ihrer Bestleistung in der Qualifikation. Bis zum vierten Durchgang lag sie mit dieser Weite auf Medaillenkurs, dann zog die Lettin Emilija Brauna mit 6,21 Metern vorbei. Vier Zentimeter fehlten Hess am Ende zu Bronze.
Anna Pantchev läuft starke Persönliche Bestzeit
Bereits im Halbfinale lief Anna Pantchev (LAZ Ludwigsburg) mit 54,51 Sekunden nah an ihre in diesem Jahr aufgestellte Bestzeit heran und qualifizierte sich über die Zeit für das Finale. Dort startete sie innen auf der zweiten Bahn und hatte so ihre Konkurrenz stets im Blick. Die zog Die zog nach und nach dem restlichen Feld davon und riss auf der Zielgeraden eine Lücke zu den Verfolgerinnen. Doch Anna kam noch einmal stark auf und sicherte sich auf der Ziellinie den vierten Platz. Und das in einer starken neuen Bestzeit von 54,08 Sekunden.
Europäische Jahresbestleistung für Jonathan Hummel
Im Stabhochsprung-Finale machte Jonathan Hummel (LG Leinfelden-Echterdingen) von Beginn an einen guten Eindruck und meisterte 4,70 Meter und 4,85 Meter im ersten Versuch. Über die fünf Meter hatte er bei seinem ersten Sprung Probleme, umso größer war die Erleichterung im zweiten Versuch – Hummel überquerte die Latte als einer von vier verbliebenen Springern sicher.
Über 5,10 Meter leisteten sich alle vier Athleten zwei Fehlversuche. Dann sprang der Franzose Axel Faye über diese Höhe – und Jonathan Hummel zog als Einziger nach. Spätestens als die Latte dann auch im zweiten Versuch über die 5,15 Meter nach leichtem Wackeln liegen blieb, war Gold in greifbarer Nähe. Wenig später herrschte Gewissheit: Axel Faye scheiterte auch im dritten Anlauf und Jonathan Hummel kürte sich mit neuer persönlicher Bestleistung zum Europameister.