EM Tag 7: Ruppert läuft zu Gold, Mihambo verpasst Medaille knapp
Ruppert krönt starke Saison mit EM-Gold
Für Frederik Ruppert (LAV Stadtwerke Tübingen) sollte sich in Birmingham ein Kreis schließen. Sieben Jahre nach seinem überraschenden U23-Europameistertitel lief der 29-Jährige nun auch in der Männerklasse zu seinem ersten internationalen Titel. Im Finale über 3.000 Meter Hindernis bewies der Europarekordler dabei einmal mehr seine Stärke auf der Schlussrunde.
Von Beginn an hielt sich Ruppert im vorderen Teil des Feldes auf, ohne das Rennen selbst zu bestimmen. Erst auf dem Schlusskilometer nahm das Tempo deutlich zu. Ruppert blieb geduldig und wartete auf den richtigen Moment, ehe er die Initiative übernahm. Auf der letzten Runde setzte sich der Tübinger an die Spitze und gab die Führung bis zum Ziel nicht mehr ab.
In 8:25,33 Minuten lief Ruppert zum Europameistertitel und sicherte sich damit seine erste internationale Medaille in der Männerklasse – und gleich Gold. Gleichzeitig sorgte er für das erste deutsche EM-Gold über 3.000 Meter Hindernis seit 1998.
„Es ist genau das Szenario eingetreten, auf das wir hintrainiert haben. Auch vom Tempo her. Deswegen war ich mir zum Schluss auch ziemlich sicher, dass ich die letzte Runde aktiv gestalten kann. Das macht mich sehr happy“, sagte Ruppert nach seinem Goldlauf.
Mihambo verpasst Podium nur knapp
Auch für Malaika Mihambo (LG Kurpfalz) begann das Finale mit einem starken Ausrufezeichen. Die Titelverteidigerin eröffnete den Weitsprung-Wettbewerb als erste Springerin und flog direkt auf 6,94 Meter. Bei 3,3 Metern pro Sekunde Rückenwind bedeutete das zunächst die Führung und eine aussichtsreiche Ausgangsposition im Kampf um die Medaillen.
Doch die Konkurrenz legte nach: Larissa Iapichino (Italien) sprang auf 7,00 Meter, die Britin Jazmin Sawyers und die Französin Hilary Kpatcha kamen ebenfalls auf Weiten von mehr als 6,90 Metern. Mihambo konnte ihre Auftaktweite in den folgenden Versuchen nicht mehr steigern und rutschte zwischenzeitlich auf Rang fünf ab.
Mit 6,94 Metern belegte die 32-Jährige schließlich Rang fünf und verpasste das Podium um lediglich vier Zentimeter. Iapichino sicherte sich mit 7,00 Metern den Europameistertitel vor Sawyers und Kpatcha.
Trotz des verpassten Podiums zeigte Mihambo erneut eine Weite auf Weltklasseniveau. Für die Titelverteidigerin war es ein Finale, in dem am Ende Kleinigkeiten entschieden: „Für mich ist es schade, weil ich weiß, dass ich nicht mit dem besten Sprung in die Wertung gegangen bin. Da wäre noch mehr drin gewesen.“
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