DM Tag 3: Titel für Mabry, Stepanov, Kallabis und Assani

  26.07.2026    WLV Top-News WLV Wettkampf BLV Top-News BLV BLV-Wettkampf BW-Leichtathletik Top-Events Top-News BW-Leichtathletik Wettkampfsport Leistungssport
Mit vier Gold-, vier Silber- und zwei Bronzemedaillen setzte Baden-Württemberg am Schlusstag der DM in Bochum-Wattenscheid noch einmal ein starkes Ausrufezeichen. Besonders die Mittelstreckler, Springerinnen und Kugelstoßerinnen überzeugten mit Titeln und Podestplätzen, allen voran Mikaelle Assani, Yemisi Mabry, Alexander Stepanov und Jolanda Kallabis. Auch der Nachwuchs durfte sich über Gold in der Staffel freuen.
Männer

Doppelsieg über 800 Meter

Für den größten Erfolg aus baden-württembergischer Sicht bei den Männern sorgten die 800-Meter-Läufer. Alexander Stepanov (VfL Sindelfingen) sicherte sich in 1:48,44 Minuten den deutschen Meistertitel. Trotz einer schwierigen Vorbereitung mit Pfeifferschem Drüsenfieber und zwei Lebensmittelvergiftungen präsentierte sich der Sindelfinger im Finale in starker Verfassung. „Ich habe mich sehr gefreut, dass das Rennen so angegangen wurde. Das war optimal für mich und meine Endspurtfähigkeit. Ich bin stolz darauf, dass ich an der Startlinie stehen konnte, weil ich eine schwere Zeit hatte. [...] Dass ich heute wieder so souverän gewinnen konnte, überrascht mich selbst auch.“

Hinter ihm komplettierte Adrian Engstler (TV Villingen) den baden-württembergischen Doppelerfolg. Er gewann in 1:48,95 Minuten die Silbermedaille. „Es war der Plan, von Anfang an vorn zu laufen. [...] Ich habe auf den letzten 100 Metern gezeigt, dass diese Saison alles da ist. Ich bin mit Silber super zufrieden.“

Frauen

Erfolgreiche Springerinnen

Im Weitsprung gingen Gold und Silber an Baden-Württemberg. Mikaelle Assani (Karlsruher SC) setzte sich mit 6,67 Metern durch und feierte ihren ersten deutschen Meistertitel nach langer Verletzungspause. Olympiasiegerin Malaika Mihambo (LG Kurpfalz) belegte mit 6,63 Metern Rang zwei. „Es ist einfach unglaublich. [...] Ich bin einfach nur dankbar und unglaublich glücklich“, freute sich Mikaelle Assani nach ihrem Titelgewinn. Malaika Mihambo erklärte: „Ich hatte heute einfach nicht so viel Glück mit dem Wind. [...] Trotzdem war es insgesamt ein solider Wettkampf, auch wenn natürlich mehr möglich gewesen wäre.“

Auch im Hochsprung durfte sich Baden-Württemberg über Edelmetall freuen. Johanna Göring (SV Salamander Kornwestheim) übersprang 1,86 Meter und gewann mit Saisonbestleistung die Silbermedaille. „Heute habe ich dieses Gefühl spontan wieder ein Stück weit gefunden. [...] Dann steckt dieses Talent immer noch in mir und ich kann wieder solche Höhen springen.“

Starke Läufe auf der Bahn

Über 400 Meter Hürden lief Sabrina Heil (VfL Sindelfingen) in persönlicher Bestleistung von 56,07 Sekunden auf Rang zwei. „Am Ende mit einer persönlichen Bestleistung Zweite zu werden – besser hätte es eigentlich kaum laufen können. [...] Ich glaube, das war noch längst nicht alles.“

Jessica-Bianca Wessolly (VfL Sindelfingen) sprintete über 200 Meter in 22,92 Sekunden zur Bronzemedaille.

Auf der Mittelstrecke verteidigte Jolanda Kallabis (FT 1844 Freiburg) erfolgreich ihren deutschen Meistertitel über 1.500 Meter. In 4:21,15 Minuten setzte sie sich souverän durch. „Gerade wenn man als Titelverteidigerin an den Start geht, ist der Druck natürlich einmal größer. Umso mehr freut es mich, dass ich den Titel heute so souverän verteidigen konnte.“

Kugelstoßerinnen dominieren

Im Kugelstoßen führte kein Weg an Yemisi Mabry (MTG Mannheim) vorbei. Mit 19,04 Metern sicherte sie sich ihren dritten deutschen Meistertitel. Bronze ging an Nina Ndubuisi (SG Schorndorf 1846), die mit 18,32 Metern erstmals bei den Aktiven auf ein DM-Podest sprang. „Dass ich heute meinen dritten Deutschen Meistertitel feiern darf, bedeutet mir sehr viel“, sagte Yemisi Mabry.

Nina Ndubuisi freute sich: „Dass es jetzt endlich mit einer Medaille geklappt hat, macht mich wirklich richtig glücklich.“

U20

Gold für die LG farbtex Nordschwarzwald

Auch der Nachwuchs durfte am Schlusstag jubeln. In der 3x800-Meter-Staffel der weiblichen U20 liefen Nele Schaber, Victoria Skrzos und Schlussläuferin Leni Hirt (LG farbtex Nordschwarzwald) in 6:38,39 Minuten souverän zum deutschen Meistertitel. Nachdem Nele Schaber und Victoria Skrzos gut vorgelegt hatten, übernahm Leni Hirt das Staffelholz. Die frischgebackene U20-Meisterin über 800 Meter spielte auf der Schlussrunde ihre Stärke aus und löste sich entscheidend von der Konkurrenz.

>> Weitere Informationen zur DM gibt es auf der Microsite bei leichtathletik.de

>> Hier geht es zu den Ergebnissen

 

Medaillenübersicht

Männer

Gold

  • Alexander Stepanov (VfL Sindelfingen), 800 Meter, 1:48,44 Minuten

Silber

  • Adrian Engstler (TV Villingen), 800 Meter, 1:48,95 Minuten

 

Frauen

Gold

  • Mikaelle Assani (Karlsruher SC), Weitsprung, 6,67 Meter
  • Jolanda Kallabis (FT 1844 Freiburg), 1.500 Meter, 4:21,15 Minuten
  • Yemisi Mabry (MTG Mannheim), Kugelstoßen, 19,04 Meter

Silber

  • Johanna Göring (SV Salamander Kornwestheim), Hochsprung, 1,86 Meter
  • Sabrina Heil (VfL Sindelfingen), 400 Meter Hürden, 56,07 Sekunden
  • Malaika Mihambo (LG Kurpfalz), Weitsprung, 6,63 Meter

Bronze

  • Jessica-Bianca Wessolly (VfL Sindelfingen), 200 Meter, 22,92 Sekunden
  • Nina Ndubuisi (SG Schorndorf 1846), Kugelstoßen, 18,32 Meter
     

Weibliche Jugend U20

Gold

  • LG farbtex Nordschwarzwald (Nele Schaber, Victoria Skrzos, Leni Hirt), 3x800 Meter, 6:38,39 Minuten
Svenja Sapper (leichtathletik.de) / WLV