Mehrkampf-DM in Hannover: viele Medaillen für Baden-Württemberg

  31.08.2026    WLV Top-News WLV Wettkampf BLV Top-News BLV BLV-Wettkampf BW-Leichtathletik Top-News BW-Leichtathletik Wettkampfsport
Baden-württembergische Mehrkämpferinnen und Mehrkämpfer haben bei den Deutschen Meisterschaften vom 28. bis 30. August in Hannover für zahlreiche starke Ergebnisse gesorgt. David Kleinschrodt (LG Steinlach-Zollern) holte sich souverän den deutschen U20-Meistertitel im Zehnkampf, Leonie Kroter (DJK SG Wasseralfingen) triumphierte in der U23. Dazu kamen weitere Medaillen und zahlreiche Top-Platzierungen für die Athletinnen und Athleten aus dem Südwesten.

Kleinschrodt dominiert den U20-Zehnkampf

Für das herausragende Ergebnis aus baden-württembergischer Sicht sorgte David Kleinschrodt (LG Steinlach-Zollern). Der 19-Jährige setzte sich im U20-Zehnkampf bereits am ersten Wettkampftag an die Spitze und baute seinen Vorsprung am zweiten Tag souverän aus.

Kleinschrodt erwischte einen starken Auftakt. Über 100 Meter verbesserte er seine persönliche Bestzeit auf 11,02 Sekunden. Im Weitsprung folgte mit 7,25 Metern bei zu starkem Rückenwind von 3,0 Metern pro Sekunde ein weiterer starker Auftritt. Auch im Hochsprung sammelte er mit 1,89 Metern wichtige Punkte. Zum Abschluss des ersten Tages lief er über 400 Meter in 49,58 Sekunden erneut persönliche Bestzeit. Mit 3.990 Punkten führte der Württemberger das Feld zur Halbzeit bereits mit mehr als 250 Punkten Vorsprung an.

Auch am zweiten Tag ließ Kleinschrodt nichts mehr anbrennen. Über 110 Meter Hürden siegte er in 14,41 Sekunden, im Diskuswurf erzielte er mit 43,79 Metern ebenfalls die beste Leistung des Feldes. Im Stabhochsprung steigerte er seine persönliche Bestleistung gleich um 30 Zentimeter auf 4,30 Meter. Nach 49,58 Metern im Speerwurf machte er mit 4:39,94 Minuten über 1.500 Meter den Titel endgültig perfekt.

Mit 7.619 Punkten stellte Kleinschrodt dabei eine neue persönliche Bestleistung auf und verbesserte seine bisherige Marke um starke 270 Punkte.

„Der Stabhochsprung war das Highlight meines Tages“, sagte der frischgebackene Deutsche U20-Meister. „So konnte ich mein Ziel von 7.600 Punkten noch angreifen. Die waren mein Ziel.“

Bronze für Quentin Roth – Gallmeier holt Zehnkampf-Titel nach Ulm

Hinter Kleinschrodt durfte sich mit Quentin Roth ein weiterer Baden-Württemberger über eine Medaille freuen. Der Athlet des SSV Ulm 1846 lag nach dem ersten Tag mit 3.684 Punkten auf Rang drei und verteidigte diese Position auch am zweiten Wettkampftag.

Mit 7.150 Punkten gewann Roth am Ende die Bronzemedaille. Der Sieg ging ebenfalls nach Ulm: Roths Vereinskollege Lukas Gallmeier sicherte sich mit 5.419 Punkten den deutschen Meistertitel in einem der weiteren Mehrkampf-Wettbewerbe. Gallmeier überzeugte unter anderem im Hochsprung mit einer persönlichen Bestleistung von 1,70 Metern sowie im Diskuswurf mit 44,64 Metern. Über 1.000 Meter reichten ihm schließlich 2:58,52 Minuten, um die Goldmedaille perfekt zu machen. „Ich habe das ganze Jahr über hart trainiert und bin einfach unglaublich froh, dass ich hier heute als Deutscher Meister den Titel nach Ulm holen konnte“, sagte Gallmeier.

Leonie Kroter krönt starken Mehrkampf mit U23-Titel

Auch in der U23 gab es baden-württembergisches Gold. Leonie Kroter (DJK SG Wasseralfingen) hatte sich bereits am ersten Wettkampftag mit 3.399 Punkten an die Spitze gesetzt und ihren Vorsprung auf die Konkurrenz auf nahezu 150 Punkte ausgebaut. Besonders im Hochsprung überzeugte Kroter mit starken 1,80 Metern. Auch am zweiten Tag blieb die 20-Jährige konstant und brachte ihren Vorsprung sicher ins Ziel. Mit 5.680 Punkten stellte sie dabei zugleich eine neue persönliche Bestleistung auf und verbesserte ihre bisherige Marke um 99 Punkte. Damit war der deutsche U23-Meistertitel perfekt. Silber ging an Karoline Reidenbach (LAV Stadtwerke Tübingen), die mit 5.347 Punkten ebenfalls für eine baden-württembergische Medaille sorgte. Bronze gewann Clara Seidel (LC Jena) mit 5.332 Punkten. Besonders über ihre 1,80 Meter im Hochsprung freute sich Kroter: „In den letzten Wettkämpfen bin ich immer ganz knapp gescheitert. Deshalb bin ich glücklich, dass die Latte diesmal liegen geblieben ist.“

Nawroth mit U18-Bronze – Schmidt und Hess knapp am Podest vorbei

Im U18-Siebenkampf sorgte Elisabeth Nawroth (TSV Gomaringen) am ersten Tag für ein weiteres Ausrufezeichen. Die U18-EM-Starterin übernahm mit 3.290 Punkten die Führung. Besonders im Kugelstoßen spielte sie ihre Stärke aus: Mit 14,49 Metern erzielte sie die zweitbeste Weite ihrer Karriere. Auch im Hochsprung sammelte sie mit 1,69 Metern wichtige Punkte. Am zweiten Tag konnte Nawroth ihre Führung allerdings nicht verteidigen. Nach 32,17 Metern im Speerwurf musste sie die Spitzenposition abgeben. Über 800 Meter lief sie anschließend 2:34,50 Minuten und kam mit 5.146 Punkten auf den dritten Platz. Damit gewann Nawroth dennoch eine weitere Medaille für Baden-Württemberg. Knapp am Podium vorbei schrammte ihre Verbandskollegin Teresie Hess (SG Schorndorf). Die Weitsprung-Spezialistin rückte dank 2:30,13 Minuten über 800 Meter noch bis auf Rang vier vor. Am Ende fehlten ihr lediglich 16 Punkte zur Bronzemedaille. Auch Collien Schmidt (SG Dettingen/Donau) überzeugte im U18-Siebenkampf und lag nach dem ersten Tag mit 3.194 Punkten auf Rang zwei. Besonders stark präsentierte sie sich über 100 Meter Hürden, wo sie mit 14,18 Sekunden die Tagesbestleistung erzielte. In der Endabrechnung reichte es für einen Platz im erweiterten Spitzenfeld.

Marcard souverän zur U16-Meisterschaft

Eine weitere Goldmedaille für Baden-Württemberg gab es im Siebenkampf der W14. Anni Marcard (VfL Sindelfingen) ging als deutsche Jahresbeste in den Wettbewerb und bestätigte diese Stellung eindrucksvoll. Bereits am ersten Tag setzte sich Marcard mit 2.309 Punkten an die Spitze. Über 80 Meter Hürden war sie in 11,55 Sekunden nicht zu schlagen, über 100 Meter folgte in 12,49 Sekunden ihr zweiter Disziplinsieg. Auch am zweiten Tag blieb die Sindelfingerin vorne. Im Weitsprung erzielte sie 5,47 Meter und feierte damit ihren dritten Disziplinsieg. Nach 33,21 Metern im Speerwurf ging sie mit 3.434 Punkten als Führende in den abschließenden 800-Meter-Lauf.Dort brachte sie den Vorsprung sicher ins Ziel und sicherte sich den deutschen Meistertitel der W14.

Ebenfalls erfolgreich waren die Mannschaftswettbewerbe

Die Siebenkampf-Mannschaft der weiblichen Jugend U18 der SG Donau/Dettingen wurde Dritte. Hanna Walter, Collien Schmidt und Amelie Schäfer holten für ihre Mannschaft 13.803 Punkte. Die Zehnkampf-Mannschaft der Männer U23 des VfL Sindelfingen erzielte mit 18.720 Punkten den zweiten Platz. Niklas Eßlinger, Christoph Ewinger und Kai Michalek waren hier erfolgreich. In der männlichen Jugend U20 wurde die SSV Ulm 1846 mit 19.989 Punkten vor dem TSV Hagen 1860 bestes Zehnkampf-Team. Quentin Roth, Maximilian Schmidt und Felix Schmidt sicherten sich den ersten Platz.

Leichtathletik.de / blv

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