Landessportverband fordert erneut schrittweise Öffnung
  26.02.2021 •     WLV , Top-News WLV , BLV , BW-Leichtathletik , Top-News BW-Leichtathletik


Die bisherigen Erfahrungen in der Pandemielage, die Erfahrungen im mit Schutzmaßnahmen eingeschränkten Sportbetrieb in 2020 sowie der verantwortungsvolle Umgang der Sporttreibenden veranlassen den Landessportverband Baden-Württemberg e. V. (LSVBW) dazu, erneut einen schrittweisen Wiedereinstieg in den Sport zu fordern.

Der LSVBW unterstützt ausdrücklich den von der Sportministerkonferenz (SMK) skizzierten Vorschlag zur stufenweisen Öffnung des Sports vom 22. Februar 2021.

Mit der Empfehlung der Sportministerkonferenz einen stufenweisen Wiedereinstieg in den Sport zuzulassen und die vorgeschlagenen Schritte in den einzelnen Ländern an die jeweilige Infektionslage anzupassen, könnte eine schrittweise Rückkehr auch für das Sportland Baden-Württemberg realistisch werden. Der LSVBW unterstützt dieses Vorgehen vollumfänglich und führte bereits Gespräche mit unterschiedlichsten Institutionen, wie z. B. Medizinern usw. zu den Möglichkeiten der Öffnung. Bereits im Vorfeld der Abstimmungen der Ministerpräsidentenkonferenz mit der Bundesregierung hatte sich Elvira Menzer-Haasis, Präsidentin des LSVBW, gegenüber der Deutschen Presseagentur wie folgt geäußert: „Für uns ist wichtig, dass wir langsam und kontrolliert wieder in einen geregelten Sportbetrieb zurückkehren. Ein Stufenplan wäre für uns das Mittel der Wahl, um diese schrittweise Öffnung geordnet umzusetzen.“

Keine Unterscheidung in den Sportarten

Keinen Unterschied macht für den LSVBW dabei die Sportart oder das Lebensalter. „Für uns steht fest, dass wir nicht zwischen Individual- und Mannschaftssportarten in unserer Forderung unterscheiden. Eine stufenweise Öffnung muss für alle Sportarten möglich sein und darf sich nicht nur auf bestimmte Altersgruppen beschränken, auch wenn der Kinder- und Jugendsport, wie der Seniorensport besonders wichtig sind. Vielmehr ist es wichtig, die jeweiligen Voraussetzungen der Sportart und die lokalen Infektionszahlen zu berücksichtigen“ so die Präsidentin. Die erfolgreichen Verhandlungen zum Solidarpakt Sport IV haben den Stellenwert des Sports seitens der Politik im Land aufgezeigt. Nun ist die Politik auch am Zuge die Voraussetzungen für den stufenweisen Wiedereintritt in das Kerngeschäfts der Sportvereine zu schaffen, die Sportpraxis.

Infektionsgeschehen wird weiter die Lage bestimmen

Unter der Voraussetzung eines stabilen oder gar leicht rückläufigen Infektionsgeschehens ist eine schrittweise Öffnung das einzige Ziel. „Es ist klar, dass nur bei entsprechender Infektionslage auch eine Öffnung vertretbar ist. Dennoch fordern wir eine klare Positionierung, ab wann eine schrittweise Öffnung für unsere Sportvereine im Land wieder möglich sein wird. Insbesondere vor dem Hintergrund der physischen und psychischen Gesundheit der vielen Sportreibenden im Land ist es wichtig, eine Rückkehr in den Sportbetrieb wieder zu ermöglichen“ so Menzer-Haasis weiter. Die Empfehlungen der Sportministerkonferenz sind ein deutlicher Fingerzeig in eine geordnete Öffnung des Sports. Um diesen Weg gehen zu können, sind Aktualisierungen der Verordnungen nötig. Als gesellschaftspolitischer Akteur bleibt der organisierte Sport solidarisch, verweist aber immer wieder auf die Potenziale des Sports als eine Lösung die Pandemieauswirkungen zu lindern. Insbesondere vor dem Hintergrund der anstehenden Schulferien, in denen die Kommunen die Sportstätten meist schließen, ist es wichtig eine fortlaufende Öffnung zu gewährleisten. „Sport kann wie eine kleine Impfung wirken. Insbesondere ältere Menschen und Kinder sowie Jugendliche brauchen Sozialkontakt und eine gesunde Lebensführung zur Stärkung der Immunabwehr“ sagt die Präsidentin des LSVBW. Dementsprechend ist eine schrittweise Öffnung des Sport- und Vereinslebens nun dringend geboten. Eine Perspektive, die den Wiedereinstieg absehbar machen würde, wäre ein wichtiges Zeichen an den organisierten Sport und die Sportler.

Den Sport als Teil der Lösung begreifen

Die deutliche Forderung des Landessportverbandes basiert unter anderem auf den guten Erfahrungen des vergangenen Jahres. Baden-Württemberg war eines der ersten Bundesländer, das zu einem geordneten Sportbetrieb zurückgekehrt ist. Zeitgleich sind die Infektionszahlen aufgrund der guten Arbeit in den Sportvereinen unter Einhaltung strenger Corona-Schutzmaßnahmen nicht in die Höhe geschossen. Dabei wäre es wünschenswert, den Trainingsbetrieb in den Vereinen zeitnah zu beginnen, denn nur hier ist durch die funktionierenden Hygienemaßnahmen eine Nachverfolgbarkeit gegeben. Sport ist und wird weiterhin ein Teil der Lösung sein, um in eine schrittweise Rückkehr in ein geordnetes gesellschaftliches Miteinander zu ermöglichen. Bereits seit November des vergangenen Jahres sind die Sportstätten menschenleer und die sonst so aktiven Vereinssportler auf sich alleine gestellt. Hier ist es ein leichtes, einen kontrollierten Trainingsbetrieb wieder aufzunehmen. Menzer-Haasis wünscht sich im Namen der Sportler des Landes, dass diese Phase nun zeitnah ein Ende hat: „Sport kann in alle Gegebenheiten eingebunden werden und ist in einem geordneten Rahmen kein Pandemietreiber. Insbesondere vor dem Hintergrund der gemeinschaftsstiftenden Kraft des Sports und der körperlichen Gesundheit jedes Einzelnen ist es in der aktuellen Zeit wichtiger denn je, wieder einen geordneten Sportbetrieb zu ermöglichen.“.


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