Brixia-Meeting (U18)

Das Brixia-Meeting ist der europaweit größte Vergleichskampf für U18-Teams, der seit über 30 Jahren alljährlich an Pfingsten im Brixener Stadion, Schauplatz der U18-Weltmeisterschaften 2009, stattfindet. Zunächst als Württemberg-Auswahl, seit 2002 als Baden-Württemberg-Team setzen wir uns dort mit Mannschaften aus fast allen italienischen Regionen, aus Slowenien, Bayern, der Schweiz und Österreich auseinander.

Einmarsch mit Fahnen, eine zunächst strenge Wettkampfregelung mit Callroom und Innenraumsperre für Trainer sowie italienische Konkurrenten und Kampfrichter („ai vostri posti, pronti, via“ ist hinterher ein allen bekanntes Kommando) machen diesen Vergleichskampf in der Höhe Südtirols zu einem Topevent, das für die besten aus Baden-Württemberg oft eine Durchgangsstation zu den ersten internationalen Auftritten im Deutschland-Trikot.

2019: Knapper Sieg nach holprigem Start

Nach einem Jahr Pause an der Spitze hat sich das U18-Team der Leichtathletik Baden-Württemberg beim 37. Brixia-Meeting mit beeindruckenden Leistungen zurückgemeldet und sich vor der Lombardei und dem Veneto den Sieg gesichert.

Der Start ins Meeting geriet dieses Mal etwas holprig. Während unten in der Raiffeisenarena in Brixen wegen einer Verletzung von Geher Yannick Windelband (SG Schorndorf) die ersten Punkte abgeschrieben werden mussten, war im Quartier in Rodeneck der Bus nicht zum Laufen zu bringen. Mit Kleinbussen wurden die 30 verbliebenen Athleten und Trainer zum Teil knapp auf ihre Wettkämpfe ins Stadion transportiert. Die BW-Athleten ließen sich jedoch nichts anmerken und steigerten sich immer mehr in den Wettkampf hinein. Bemerkenswert war, dass in fast zwei Drittel der Wettkämpfe die Bestleistung eingestellt oder gar übertroffen wurde – unsere Athleten waren topfit. Mit Siegen für Tizian Lauria (LG Filder) mit 18,64 m im Kugelstoßen und von Paul Specht (VfL Sindelfingen) mit 3:59,32 Minuten über 1.500 m war dann auch das oberste Treppchen freigegeben. Laura Wilhelm (VfL Waiblingen) gewann die 400 m Hürden in 61,84, die Sprintstaffel der Jungs mit Felix Kunstein (MTG Mannheim), Vincent und Leon Evers (beide VfB Stuttgart) und Felix Herrmann (TSG Steinheim) siegte in starken 41,67, und zum krönenden Abschluss gewann Stella Rubrech (WGL Schwäbisch Hall) mit tollen 3,90 m den Stabhochsprung und scheiterte erst an der U20-EM-Norm von 4,05 m. Wie überhaupt die „Technikerinnen“ ein Garant für den Sieg waren, denn in 7 von 8 Disziplinen stand eine Vertreterin Baden-Württembergs auf dem Siegerehrungspodest. Insgesamt waren es gleich 17 Podestplätze (bei 36 Disziplinen), wo die Fahne mit den drei Löwen – wenn auch nicht immer richtig herum