VR-Talentiade-Sichtung

Die VR-Talentiade-Sichtung ist das zentrale Element der VR-Talentiade. Der örtliche Ausrichter organisiert ein Sportfest für die Schüler der vierten Klassen mit Disziplinen aus dem Bereich der Kinderleichtathletik. Dabei können der Mehrkampf oder die Teamwertung in den Vordergrund gestellt werden. Alle an der Sichtung teilnehmenden Schülerinnen und Schüler erhalten Informationen über die Trainingszeiten des ausrichtenden Vereins oder einer Talentfördergruppe. Die besten Schülerinnen und Schüler sollen in einem Talenttraining auf das Landesfinale der VR-Talentiade vorbereitet werden. Im Talentteam des örtlichen Ausrichters können bis zu zwölf Kinder stehen. Die örtlichen Volks- und Raiffeisenbanken sind in die Siegerehrung eingebunden.

Beim Landesfinale der VR-Talentiade, das getrennt nach den Verbandsgebieten im BLV und WLV ausgetragen wird, treffen die Talentteams der örtlichen Ausrichter aufeinander. Durchgeführt wird ein Mannschaftsmehrkampf mit einer Staffel als Abschluss. Folgende Disziplinen werden ausgetragen:  20 m Sprint fliegend, Zonenweitsprung, 40 m Hürdensprint, Heulballweitwurf, 6x 40 m-Pendelstaffel.

Zusätzlich gibt es Disziplinfinals für die besten Sprinter, Springer und Werfer des Finaltages.Gewonnen hat die Mannschaft, die nach Auswertung der Rangfolge jeder Disziplin die niedrigste Platzziffer aufweist. Die jeweiligen Siegerteams des BLV– bzw. WLV-Finales werden zu einem Leichtathletik-Eventtag im Verbandsgebiet  eingeladen.Die Einzelsieger werden ins VR-Talentteam Leichtathletik nominiert.

WLV-Finale der VR-Talentiade 2017: "Oranger" Erfolg hat Methode

 LUDWIGSBURG - Mit einer mehr als überzeugenden Vorstellung hat das Talentteam aus Gomaringen seinen Sieg bei der VR-Talentiade wiederholt. In vier von fünf Disziplinen lag das Team von Kirsten Gaiser-Dölker vorn und sicherte sich so vor Gastgeber Ludwigsburg und dem Team aus Blaustein zum dritten Mal nach 2013 und 2016 den Sieg.

 

 „Orange“ Erfolge haben Methode            

 Die „orangen“ Erfolge haben Methode, denn die ob des Erfolges zu Tränen gerührte Teamchefin Kirsten Gaiser-Dölker überlässt nichts dem Zufall: Da wird mit fünf Schulen die VR-Talentiade-Sichtung vorort mit über 200 Kindern durchgeführt. Mit den gesichteten Kindern wurde ausgiebig geübt, was sich vor allem auch in der Staffel und über die Hürden zeigte, aber auch in den individualisierten Ablaufmarken. Und schließlich war das Event selber den Kindern so bedeutend, dass über das 12er-Team hinaus noch acht weitere Kinder einfach außer Konkurrenz mitmachen wollten. Mit ähnlich großen Teams präsentierten sich auch Gastgeber Ludwigsburg und die LG Steinlach-Zollern, die zusammen mit den Gomaringern auch den Löwenanteil an Plätzen in den Einzelfinals belegten. Großes Engagement zahlt sich aus.

                                                                         

Von vorn bis hinten flott

Mit einem fetzigen Aufwärmprogramm, präsentiert von Sportlehrerin und  Trainerin Simone Eidel-Schmitt, ging es für die 140 Kinder nach dem Einmarsch und der Begrüßung durch Sportamtsleiter Raphael Dahler flott in den Wettkampf. Und das Tempo wurde auch beibehalten. Die Stationen mit 20 m-Sprint, 40 m-Hürdensprint, Weitsprung und Heulerballwurf wurden von den 11 Teams ohne große Wartezeiten durchlaufen, und auch die anschließenden stimmungsvollen Staffelläufe gingen reibungslos vonstatten. Dank zahlreicher Helfer des ausrichtenden LAZ Ludwigsburg und guter Vorbereitung konnte der Rahmenzeitplan trotz einiger Einlagewettbewerbe unterboten und schon nach dreieinhalb Stunden zum Reigen der Siegerehrungen gebeten werden. Die wurde von WLV-Jugendwart Oliver Krebs und Frau Majuk, der Ludwigsburger Volksbank-Filialleiterin, durchgeführt. Für die große und großzügige Unterstützung durch den Sponsor Volks- und Raiffeisenbanken, die Stadt Ludwigsburg und das örtliche LAZ sei an dieser Stelle nochmals ein herzliches Dankeschön gesagt

   

Spannende Einzelfinals

In der Pause bis zur Siegerehrung machten die besten Sprinter, Springer und Werfer des Team-Wettbewerbs ihre Sieger ausmachten, die die Leichtathletik 2018 beim VR-Talentteam-Wochenende vertreten dürfen. Am erfolgreichsten war hier Mahmut Sow (Steinlach-Zollern), der in „Milimeterentscheidungen“ sowohl den 50 m-Sprint als auch den Weitsprung für sich entscheiden konnte. Im Wurf setzte sich sein Teamkamerad Kelson de Carvalho durch. Bei den Mädchen knüpfte Magdalena Schoch an die große Oberschwaben-Tradition im Sprint an. Toula Sbordone (Gomaringen) siegte im Weitsprung, Shayen Köse (Ludwigsburg) sicherte dem Gastgeber im Wurf noch einen Einzelsieg.

 Bei so viel Stimmung spielte auch das Wetter am ansonsten überall so verregneten Wochenende den Kindern gut mit: Lediglich ein kurzer Schauer, der die Sprintfinals zu einer rutschigen Sache macht, störte den Wettkampf etwas.