04.02.2018
BW-Leichtathletik Leistungssport WLV

Licht und Schatten für Mehrkämpfer in Tallinn

Manuel Eitel und Tim Nowak vom SSV Ulm 1846 belegten in einem Siebenkampf, der für beide Höhen und Tiefen bereit hielt, die Plätze drei und fünf. (Foto: Hallmann)

Sie hatten sich viel vorgenommen für den zweiten Hallen-Siebenkampf des Jahres im estnischen Tallinn. Am Ende erfüllten sich nicht alle Erwartungen von Manuel Eitel und Tim Nowak, die in einem internationalen Feld Dritter und Fünfter wurden.

Noch eine Schippe draufpacken im Vergleich zum Siebenkampf drei Wochen zuvor in Frankreich – das war das Ziel von Tim Nowak und Manuel Eitel in Tallinn gewesen. In einigen Disziplinen gelang das: Besonders im Kugelstoßen präsentierte sich das Duo vom SSV Ulm 1846 stark verbessert, Manuel Eitel steigerte seinen Hausrekord um fast 70 Zentimeter auf 14,75 Meter, auch Tim Nowak (14,67 m) kam so weit nie. Kurz zuvor hatte er im Weitsprung (7,09 m) einen Sprung in Richtung Hallen-Bestleistung hingelegt, Manuel Eitel über 60 Meter (6,80 sec) den Tag als Schnellster eröffnet. 

Beim Hochsprung aber ging der Faden verloren. Mit nicht zufriedenstellenden 1,92 und 1,98 Meter beendeten die Ulmer Athleten den ersten Tag, den Manuel Eitel dennoch sogar noch als Führender abschloss. Und auch Tag zwei begann nicht nach Wunsch: Tim Nowak (8,38 sec) stolperte in das Hürdenrennen, Manuel Eitel (8,32 sec) fand ebenfalls nicht seinen Rhythmus. Auch der Stabhochsprung (Eitel: 4,68 m; Nowak: 4,78 m) war anschließend unter Soll.

Manuel Eitel brachte den Mehrkampf schließlich noch mit einer neuen 1.000-Meter-Bestleistung (2:51,99 min) zu Ende und wurde mit 5.802 Punkten Dritter – zum Ergebnis aus Frankreich fehlten nur fünf Zähler. Auch Tim Nowak nahm am Ende noch einmal die Beine in die Hand, war in 2:41,11 Minuten der schnellste Läufer über 1.000 Meter und wurde mit 5.780 Punkten Fünfter.

„Wir haben viel gelernt“, bilanzierte Trainer Christopher Hallmann. Er will aus der Hallensaison vor allem die positiven Erkenntnisse mit in die Freiluft-Saison nehmen – das deutlich gesteigerte Niveau im Stabhochsprung und im Kugelstoßen zum Beispiel. Im Sommer sind die Mehrkämpfer dann mit zehn Disziplinen wieder ganz in ihrem Element.

>> Zu den Ergebnissen des Mehrkampfmeetings in Tallinn

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